FWV Beilsteiner Bürgerinnen und Bürger

 

Aktuelles/Termine

Termine der Stadtverwaltung Beilstein sowie Aktuelles aus dem Gemeinderat können Sie auch gerne auf der Internetseite der Stadt Beilstein nachlesen. http://www.beilstein.de/


 

Keine Denkverbote !


Auch dem neu gewählten Gemeinderat wird die Arbeit nicht ausgehen. Dies zeigte schon der Umfang der ersten Arbeitssitzung vor zwei Wochen. Fast 20 Themen waren zu besprechen und zu entscheiden. Viele Bereiche, wie etwa Verkehr, Kleinkindbetreuung oder Schulen sind regelmäßiger Bestandteil der Tagesordnung.

Neu hinzugekommen ist jetzt die Frage, ob und in welcher Form es auch künftig eine Pflegeeinrichtung in Beilstein geben wird. Anders als beispielsweise bei der Kleinkindbetreuung ist der Betrieb von Seniorenwohnanlagen und Pflegeeinrichtungen keine Pflichtaufgabe der Gemeinde. Bei notwendigen Entscheidungen kann sich die Gemeinde zunächst nur als Moderator oder gegebenenfalls im Rahmen des Bauplanungsrechts einbringen. Dennoch ist es der mehrheitliche Wille des Gemeinderates, dass es im Rahmen der Daseinsvorsorge auch weiterhin in Beilstein ein Pflegeheim geben soll.


Die derzeit bestehende Seniorenwohnlage mit Pflegeplätzen ist seit einiger Zeit mit den gestiegenen Anforderungen der baden-württembergischen Heimbauverordnung konfrontiert. Die genannte Vorschrift ist bereits im  September 2009  in Kraft getreten, die zehnjährigen Übergangsfristen werden demnächst auslaufen. Somit haben Betreiber und Eigentümer des Hauses Ahorn wertvolle Zeit verstreichen lassen.


Damit es in Beilstein auch weiterhin ein Pflegeangebot gibt, müssen jetzt alle Möglichkeiten geprüft werden. Selbstverständlich gehört dazu auch eine mögliche Ertüchtigung der  jetzigen Heimanlage. Aber auch ein Standortwechsel oder ein Kombination von Umbau und Neubau müssen denkbar sein. In der Begründung der Heimbauverordnung wird im Übrigen klar ausgeführt, dass Würde und Selbstbestimmung der Heimbewohner zu achten sind. Seniorenwohnlagen und Pflegeheime sollen demnach möglichst in gut erreichbarer Ortslage angesiedelt sein.


Deshalb sind wir der Meinung, dass untergeordnete Funktionen, wie etwa ein Busparkplatz im Bedarfsfall durchaus aus dem innerstädtischen Bereich ausgelagert werden können. In absehbarer Zeit sollte es sowieso eine Neugestaltung im Bereich der alten Feuerwehr geben. Spätestens dann werden die Busse einen anderen Stellplatz benötigen.

Es muss also schon jetzt möglich sein, einen neuen Abstellplatz für die Busse zu suchen. Daher ist es nicht hilfreich, wenn bereits am Beginn eines Prozesses Denkverbote gefordert werden.


Dietmar Rupp

Freie Wählervereinigung Beilsteiner Bürgerinnen und Bürger

info@beilstein-fwv.de

www.facebook.com/FWVBeilstein

 


 

Das letzte Mal in alter Besetzung

Die Gemeinderatssitzung am 4. Juni 2019 war nicht wie jede andere. Zum letzten Mal kam das Gremium in seiner bisherigen Besetzung zusammen. Die Mehrzahl der Stadträte wird bei der konstituierenden Sitzung des neuen Gemeinderats wieder am Tisch sitzen. Bei drei Fraktionen sind dann neue Gesichter dabei. Im Gegenzug werden langjährige Gemeinderatsmitglieder ausscheiden.  

Bei den Freien Wählern verlassen Suzan Rösch, Dominik Görtz und Volker Nabakowski den Gemeinderat. Alle drei haben nicht mehr kandidiert. Bernd Gemmrich und Ramona Weller hatten das Gremium und die Fraktion ja schon früher verlassen. Suzan Rösch und Volker Nabakowski kamen als Nachrücker auf ihre Plätze.

Den fünf „Ehemaligen“ danken wir für ihre Ideen und die gute Mitarbeit im Team.

Ihr werdet uns fehlen – genauso übrigens wie Barbara Tolnai und Stefan Suberg von der CDU-Bürgerliste.

Dietmar Rupp


 

NOCH ETWAS, DAS MAN IN BEILSTEIN GETAN HABEN MUSS:

DANKE SAGEN !

HERZLICHEN DANK Dank

an alle Wählerinnen und Wähler, die uns ihr Vertrauen geschenkt haben! Dank und Hochachtung haben alle verdient, die sich im Vorfeld und bei der Durchführung der Wahl engagiert haben. Dies gilt insbesondere für die Wahlhelfer. Bei fünf Listen ist das Stimmenauszählen in Beilstein eine besondere Aufgabe.

Einen besonderen Dank haben die Kandidaten verdient. Um sich einer öffentlichen Wahl zu stellen,  braucht es Verantwortungssinn und gerade heutzutage auch eine ordentliche Portion Mut.

Was das Wahlergebnis angeht, gilt der erste Blick der Wahlbeteiligung. Wir freuen uns, dass die Beilsteiner Europa wichtig nehmen: Mit 72,3 % liegt der Beilsteiner Wert für die Europawahl deutlich über dem Mittel des Landkreises Heilbronn. Auch die die hohe Wahlbeteiligung bei der Kommunalwahl zeigt, dass die Beilsteiner Bürger ihrer Verantwortung gerecht werden.

 

Die Freie Wählervereinigung Beilsteiner Bürgerinnen und Bürger erhielt bei der Kommunal 36,6 % der Stimmen und wird im neuen Gemeinderat wie bisher mit 7 Sitzen vertreten sein.

Dies ist uns Bestätigung und Verpflichtung zugleich.

Die Freien Wähler werden ihre sachbezogene Arbeit wie gewohnt weiterführen.

Christine Schächer, Thomas Bauer, Matthias Bernet, Thomas Janotta, Stefan Kleinbach, Oliver Muth und Dietmar Rupp werden sich dafür einsetzen.

 


 

10 DINGE, DIE MAN IN BEILSTEIN GEMACHT HABEN MUSS…


Dieses Mal ganz ernst gemeint, eine Sache die man am kommenden Sonntag machen sollte:  

Nr. 10: Am 26. Mai FWV wählen !

von links: Jan Nickol, Stefan Kleinbach, Thomas Bauer, Oliver Muth, Thomas Janotta, Elke Wißmann, Dietmar Rupp, Christine Schächer, Harald Baß, Friedrich Knorr, Martin Hinze, Winfried Hulde, Matthias Bernet

 

Entweder gehört man schon lange zu den Unterstützern der Freien Wähler oder man hat es in den letzten Tagen gemerkt: Beilstein braucht auch weiterhin eine starke, von Parteien unabhängige und ausgleichende Kraft im Gemeinderat !  

Natürlich freuen sich die Kandidaten der Freien Wählervereinigung Beilsteiner Bürgerinnen und Bürger über jede Stimme. Genauso wichtig ist uns jedoch, dass möglichst viele Menschen ihr Wahlrecht nutzen.


Das politische System unserer Gesellschaft ist die Demokratie. Die Macht geht vom Volk aus. Jeder hat das Recht, seine Meinung öffentlich zu vertreten und gehört zu werden. Dazu gehört auch Respekt gegenüber der anderen Meinung und der Persönlichkeit des Gegenübers sowie die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen.

Ohne Bürger, die Verantwortung übernehmen, kann eine demokratische Gesellschaft nicht bestehen. Ohne Engagement der Bürger ist sie den ständig neuen Herausforderungen nicht gewachsen, kann nicht reagieren und sich für die Zukunft weiterentwickeln.

Das gilt für alle Ebenen, von der Familie über Freundeskreise, Kommunen, Länder bis hin zur Europäischen Union.  


Wenn wir aufhören, Ideen auszutauschen oder wenn wir aufhören, respektvoll um Werte und Problemlösungen und zu ringen, werden wir passiv. Damit geben wir nicht nur unsere Verantwortung sondern auch unseren Einfluss ab. Irgendwann  verlieren wir unsere Freiheit. Die Geschichte zeigt, was dann entstehen kann: Totalitäre Regime und Krieg. Seit einem dreiviertel Jahrhundert leben wir in einem friedlichen Mitteleuropa. In der Europäischen Union ist sicherlich vieles zu verbessern, aber das Erreichte darf nicht aufs Spiel gesetzt werden! Damit ist die verantwortliche Beteiligung an demokratischen Prozessen auch aktive Friedenssicherung. Wählen ist konstruktive Mitarbeit für die Zukunft unserer Gemeinschaften und unserer Lebensgrundlagen.
 

Wir rufen Sie daher auf:

Gehen Sie am 26. Mai zur Wahl !


Gestalten Sie mit Ihren Stimmen gleichzeitig mehrere Ebenen unseres Zusammenlebens mit: Auf kommunaler Ebene des Gemeinderates und des Kreistages wie auch auf der Ebene unseres Europas. Idealerweise sollte es aber mit Ihrer Beteiligung an der Wahl nicht zu Ende sein. Beteiligen Sie sich auch danach am täglichen Prozess der Meinungs- und Entscheidungsfindung. Teilen Sie ihren Vertretern in den politischen Gremien mit, wo der Schuh drückt und was Sie denken - und das ständig und immer wieder. Davon hängt auch die Qualität der Arbeit Ihrer gewählten Vertreter ab.

Informationsaustausch und  vor allem Mitmachen und sich Beteiligen sorgen für stabile und ausgeglichene Verhältnisse.

In Europa und auch in Beilstein: Wir helfen mit !

   

 Der Meinungsaustausch und das Angebot zum Mitmachen enden nicht am Wahltag. Deshalb treffen wir uns am Montag den 27. Mai 2019 ab 19.30 h in der Weinstube Gemmrich zur Wahlnachlese. Alle interessierten Bürger heißen wir herzlich willkommen !

 


 

10 DINGE, DIE MAN IN BEILSTEIN GEMACHT HABEN MUSS…


Nicht immer ganz ernst gemeint - aber mit ernstem Hintergrund - reden wir über die besonderen Ecken Beilsteins und erzählen, was man dort so machen kann….

Nr. 9: Horseshoe pitching am Häckselplatz bei Gagernberg 


Das muss man gemacht haben: Mit Strauchschnitt zum Häckselplatz fahren und dann eine Runde Hufeisen werfen! Die Eisen sind keine richtigen Hufeisen. Sie wiegen gut ein Kilo und haben an den Enden kleine Haken. Wirft man gut und das Eisen legt sich um die Zielstange, hat man drei Punkte. Bei Berührung gibt es zwei Punkte. Knapp daneben: ein Punkt.

Natürlich ist Gagernberg nicht im Wilden Westen und gibt es am Häckselplatz keine Cowboys. Der Sammelplatz für Laub und Schnittholz ist vielmehr eine Einrichtung des Landkreises auf Beilsteiner Gemeindegebiet.


Recycling und Abfallbeseitigung ist nur eine der Aufgaben, die der Landkreis federführend für die Kommunen organisiert. Der Landkreis hilft bei Aufgaben, bei denen die einzelnen Kommunen überfordert wären. Dabei sind die Themen vielfältig und in unserem Alltag ständig präsent. Beispielhaft genannt seien Krankenhäuser, öffentlicher Nahverkehr, berufliche Schulen, Baurechtsamt, Kfz-Zulassung oder Fördermaßnahmen. Sehr bedeutend ist der Sozialsektor mit all seinen Teilbereichen von der Jugendhilfe über das Versorgungsamt bis hin zu Fragen der Inklusion oder der Hilfe für Senioren. Viele Sonderbehörden wie Gesundheits-, Umwelt-, Wasserwirtschafts-, Landwirtschafts- oder Forstamt sind ins Landratsamt integriert.


Neben den gesetzlichen Aufgaben  gibt es aber wie in einer Gemeinde viele Bereiche, die einen Gestaltungsspielraum haben. Genau an dieser Stelle ist dann der Kreistag gefragt. Kreisräte agieren wie Gemeinderäte und bestimmen über den Etat und die wichtigen Projekte des Landkreises. Sie entscheiden über Stellenbesetzungen - und sie wählen auch den Landrat. Kritiker sehen darin ein Problem. Vor allem dann, wenn viele Bürgermeister im Kreistag vertreten sind. Denn schließlich soll der Landrat die Kommunen und damit auch die Bürgermeister beaufsichtigen, andererseits ist er bei wichtigen Fragen auf die Zustimmung der Kreisräte angewiesen.  


Am 26. Mai ist nicht nur Gemeinderatswahl, sondern finden auch die Wahlen zum Kreistag statt. Wie beim Gemeinderat treten auch zur Kreistagswahl etliche Kandidatenlisten an. Wie dort gibt es Parteilisten und unabhängige Gruppierungen.

Wie in den Kommunen wurden und werden auch auf Kreisebene Entscheidungen getroffen, die unser direktes  Lebensumfeld beeinflussen. Die Entscheidungen beginnen bei Straßenreparatur und Müllgebühr und enden eventuell bei der Frage ob und wie ein Krankenhaus weitergeführt wird. Eine wichtige Entscheidung der kommenden Jahre wird sich hoffentlich auch mit der Neuauflage der Bottwarbahn beschäftigen.


Dafür, aber auch für Beilstein und den südlichen Landkreis überhaupt, brauchen wir im Kreistag wieder eine starke Stimme. Auf der Liste der Freien Wähler kandidieren im Wahlkreis Ilsfeld Harald Baß und Martin Hinze sowie unsere ehemalige Stadträtin Ramona Weller.

 

       

 


 

10 DINGE, DIE MAN IN BEILSTEIN GEMACHT HABEN MUSS…


Nicht immer ganz ernst gemeint - aber mit ernstem Hintergrund - reden wir über die besonderen Ecken Beilsteins und erzählen, was man dort so machen kann….
 

Nr. 8: Einmal am Mittelpunkt sein

Der Beilsteiner Mittelpunkt oberhalb von Jettenbach



Das muss man gemacht haben: Einmal zum Beilsteiner Mittelpunkt wandern, auf dem Bänkle sitzen und übers Tal schauen.

Nicht nur oberhalb von Jettenbach, wo sich der geografische Mittelpunkt des Beilsteiner Gemeindegebietes befindet, gibt es schöne Fleckchen. Plätze zum Verweilen sind der Annasee bei Gagernberg, der Spielplatz in Maad oder die Grillplätze oberhalb von Klingen und Billensbach mit herrlichen Ausblicken.  


Der Erhalt dieser schönen Fleckchen sollte uns allen am Herzen liegen, aber in den Teilorten sollte auch der Fortschritt nicht zu kurz kommen. Denn nur mit einer zeitgemäßen Infrastruktur bleiben die Weiler lebensfähig. Der immer wieder hinausgeschobene Breitbandausbau muss jetzt endlich kommen. Es ist für den Privatgebrauch jetzt schon kaum möglich, eine E-Mail mit Bildanhang zu empfangen. Firmen, die in den Teilorten sesshaft sind, haben Mühe ihre Angebote, Rechnungen etc. zu versenden. Home-Office gestaltet sich ebenfalls schwierig. Ein großes Problem des langsamen Internets zeigt sich dann, wenn die Telefongesellschaften tatsächlich das analoge Telefon abschalten wollen. Denn es ist noch gar nicht klar, ob die jetzige Übertragungsleistung für den Festnetzanschluss über das Internet ( Voice over IP) überhaupt ausreicht.


Eine bauliche Entwicklung tut den Teilorten auch gut. Dann können die jungen Erwachsenen hier bleiben. Sie müssen nicht wegziehen, um ihren Familien ein „Nest“ zu schaffen. Natürlich muss das mit Maß und Ziel geschehen und es darf nicht alles zugebaut werden. Gegenwärtig gibt es in den Teilorten gute Beispiele, bei denen alte Gebäude, die zum Teil lange leer standen, abgerissen werden und neue Ersatzgebäude entstehen.

Rund um die Teilorte gibt es schöne Wege zum Spazieren gehen oder Wandern, egal ob mit Kinderwagen oder etwas anspruchsvoller über Stock und Stein. Ob zu Fuß oder mit dem Fahrrad, es findet sich für jeden ein passender Weg.


Wer aber in den Teilorten wohnt oder arbeitet, braucht auch gute Straßen. Wer will schon jeden Tag über kaputte holprige Straßen zur Arbeit, zum Kindergarten oder  zum Einkaufen? In einigen Teilorten wurden in den letzten Jahren die Straßen ausgebessert oder neugemacht, es gibt jedoch noch genug Straßen und Wege, die dies dringend nötig haben. Vor allem die Landesstraße von Schmidhausen in Richtung Jettenbach wird zunehmend gefährlich.


So gibt es aus Sicht der Freien Wähler noch einige Probleme, die in den Teilorten gelöst werden müssen. Schließlich wollen wir nicht nur die Landschaft, sondern vor allem auch die Weiler und Teilorte am Leben erhalten.  

 

 


 

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Nicht immer ganz ernst gemeint - aber mit ernstem Hintergrund – reden wir über die besonderen Ecken Beilsteins und erzählen, was man dort so machen kann….
 

Nr. 7: Einmal durch die Steilrutsche im Freibad  

Das Freibad ist wieder geöffnet !


Das muss man gemacht haben: Einen Rutsch durch die Steilrutsche im Freibad Oberes Bottwartal ! Zugegeben eine Sache, die man strenggenommen gar nicht in Beilstein machen kann. Denn unser mit der Nachbarkommune gemeinsam betriebenes Mineralfreibad befindet sich auf Gemarkung Oberstenfeld. Das Freibad ist beliebt, viele Badegäste kommen aus der weiteren Umgebung.

Dies zeigt, dass beim Betrieb von öffentlichen Einrichtungen die Verwaltungsgrenzen keine Hemmnisse sein dürfen. Vor allem wenn es darum geht, die Angebote auch in Zukunft erhalten zu können.


Grundsätzlich ist die Infrastruktur eines der wichtigsten Themen in Beilstein. Ob Schulen, Schwimmbäder, Sportstätten, öffentlicher Nahverkehr - jeder ist in irgendeiner Weise betroffen.

Das Angebot von Einrichtungen für die sportliche Betätigung ist in Beilstein sehr groß, es wird von den Bürgern gut angenommen und intensiv genutzt.

Der Zustand der in die Jahre gekommenen Anlagen ist noch akzeptabel, entspricht aber teilweise nicht mehr den Anforderungen. In naher Zukunft sind grundlegende Sanierungen nötig  um einen funktional annehmbaren Standard zu sichern. Festmachen lässt sich der Sanierungsbedarf an den Schulgebäuden, beim Hallenbad oder beispielhaft bei der Sporthalle. Hier sind zu nennen die Erneuerung der Sanitäreinrichtungen (Toiletten), der Austausch abgenutzter Spiel- und Sportgeräte, die Intensivreinigung der Kunststoffbeläge oder die Regenerationspflege der Freisportflächen. Um diese Einrichtungen in nutzbarem Zustand zu halten sind neben den Bemühungen der Hausmeister hohe Aufwendungen nötig.

Für die Schulen wurde unlängst ein Landeszuschuss von über 7 Millionen Euro zugesagt. Das ist eine gute Nachricht. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass der Zuschuss nur wirkt, wenn Beilstein auch den Eigenanteil für die Maßnahmen aufbringen kann. Gelder, die für die Schulsanierung sehr gut angelegt sind, fehlen aber anderswo. Wenn Lasten auf mehrere Schultern verteilt werden, sind sie leichter zu tragen. Deshalb sehen wir die interkommunale Zusammenarbeit als wichtigen Ansatz, um den Standard öffentlicher Einrichtungen auch langfristig zu sichern.


Ein hervorragendes Beispiel für die die interkommunale Zusammenarbeit ist sicherlich das Mineralfreibad Oberes Bottwartal. Mit dem Saisonstart ab 1. Mai ist es auch in diesem Jahr ein ganz besonderer Anziehungspunkt auch für viele Bewohner nicht nur der umliegenden Ortschaften. Mit der Sanierung des Sanitärtrakts wurde in diesem Winter ein großer Schritt für die Zukunft gemacht. Die Anlage an sich ist sehr gut gepflegt und deshalb auch gut erhalten. Auch die Heiztechnik wurde erneuert und zukunftsfähig ausgerichtet. Die Rutschen werden regelmäßig kontrolliert und gewartet. Dennoch haben sie bereits einige Jahre Laufzeit hinter sich, sodass in den nächsten Jahren größere Reparaturen und Ersatzbeschaffungen erforderlich sein werden. Die letztjährige Kür zum beliebtesten Freibad Deutschlands war sicher nicht repräsentativ. Aber für uns muss sie ein Anreiz sein, das Bad immer im guten Zustand zu halten.
 

Interkommunale Zusammenarbeit hat viele weitere Facetten. Auch bei den Bauhöfen, der Feuerwehr, dem gemeindlichen Vollzugsdienst, dem Beschaffungswesen und vielem mehr kann eine weitere Bündelung der Kräfte möglich sein. Eventuell werden auch frühere Ansätze eines interkommunalen Gewerbegebietes neu belebt. Dass zusammengearbeitet werden muss, zeigen auch die Diskussion der Verkehrskonzepte und die geplante Neuausrichtung des ÖPNV. Nur dann sind bestmögliche Anbindungen sowohl Richtung Heilbronn als auch Richtung Marbach möglich.

Die Freien Wähler stehen für einen weiteren Ausbau der Zusammenarbeit mit den Nachbarkommunen. Bei einem enger werdenden finanziellen Spielraum ist dies ein Weg, um unsere gute Infrastruktur auch in Zukunft zu erhalten.

 

   

 


 

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Nr. 6: Blütenspaziergang bei Kaisersbach

 

Blühende Obstbäume zwischen Etzlenswenden und Kaisersbach


Eine Sache, die man in Beilstein gemacht haben muss: Einen Spaziergang auf der Höhe zwischen Etzlenswenden und Kaisersbach. Besonders schön ist es zum Zeitpunkt der Obstblüte. Riesige Birnbäume erinnern dort an die Zeit, als der Most noch das Hauptgetränk war.


Als Könige der Streuobstwiesen waren Mostbirnbäume unübersehbar. Sie standen an Böschungen, Straßenrändern oder Feldwegen und prägten die Landschaft. Die meisten von ihnen sind verschwunden.  Der Birnenverfall, eine heimtückische Welkekrankheit, ist eine der Ursachen. Die Hauptgründe sind aber die fehlende Nachfrage nach Mostbirnen und der  Strukturwandel in der Landwirtschaft. Noch vor wenigen Jahrzehnten gab es in Beilstein und seinen Teilorten etliche landwirtschaftliche Gemischtbetriebe mit Ackerbau, Viehhaltung, Waldbesitz, Wein- und Obstbau. Obst war ein wichtiger Einkommenszweig, entsprechend wurden die Obstbäume gepflegt und in Form gehalten. Die Viehhaltung sorgte mit ihrem Futterbedarf dafür, dass auch hängige Wiesen regelmäßig abgemäht wurden. Die Abfuhr des Grasschnitts entzog Nährstoffe, artenreiche Blumenwiesen konnten sich dadurch entwickeln. Insekten fanden genügend Nahrung.
 

Äpfel gibt es heute knackfrisch im Supermarkt, das Tafelobst aus Obstwiesen ist nicht mehr gefragt. Viele Baumwiesen werden nicht mehr gepflegt und sind sich selbst überlassen. Wo im Frühjahr Schlüsselblumen blühten und im Herbst die Obstkiste stand, wuchern jetzt Weißdorn und Brombeerhecken. Teilweise hat sogar schon die Verwaldung eingesetzt.

Streuobstwiesen sind entstanden, weil Obstbäume und Wiesen zur Nutzung angelegt wurden.

Unsere Kulturlandschaft am Rand der Löwensteiner Berge ist ein sehr empfindliches Gebilde. Sie ist durch Nutzung entstanden und kann nur durch eine vernünftig Nutzung erhalten werden. Dieser Ansatz steht im Übrigen auch hinter dem nunmehr 30 Jahre erfolgreichen Steinkauzprojekt.

Landwirtschaft, Forstwirtschaft und die vor allem die Sonderkulturen Obst- und Weinbau  müssen ihren Stellenwert behalten. Landschaftserhalt durch beauftragte Landschaftsgärtner wäre unbezahlbar. Früher dienten Äcker, Grünland und Obstwiesen vor allem der Nahrungsproduktion. Heute sind uns auch die vielfältigen anderen Funktionen sehr wichtig: Landschaft ist Lebensraum für Pflanzen und Tiere oder Filter für Wasser und Luft, um nur einige zu nennen. Zunehmend wichtig ist ihre Funktion für Erholung und sportliche Aktivitäten. Landschaft ist damit auch der Schauplatz für Konflikte. Landwirtschaftliche Produktion, der Erhalt der Natur, Freizeitaktivitäten oder die Ansprüche der Energiegewinnung (z.B. Windräder) müssen in Einklang gebracht werden.
 

An diesen Ausgleich wollen die Freien Wähler auch weiterhin mitarbeiten.

 

 


10 DINGE, DIE MAN IN BEILSTEIN GEMACHT HABEN MUSS…


Nicht immer ganz ernst gemeint - aber mit ernstem Hintergrund - lernen wir die besonderen Ecken Beilsteins kennen und erfahren, was man dort so machen kann….
 

Nr. 5: Entlang der Hauptstraße alte Inschriften entziffern

 

Zunftzeichen des Küfers Balthasar Linder (1694)


Eine Sache, die man in Beilstein gemacht haben muss: Entlang der Hauptstraße die alten Hausinschriften entziffern. Sie erzählen von der Erbauung der Häuser und man erfährt etwas über die Entlohnung der Bauleute oder die Preise für Salz und Brot in alter Zeit. Das Zunftzeichen eines Küfers verrät beispielsweise, dass in früheren Zeiten nicht nur der Handel sondern auch die Produktion rings um das Rathaus völlig normal war. Dinge des täglichen Bedarfs und langlebiges Inventar wie eben Fässer, Wannen oder Eimer wurden im Städtle hergestellt und konnten dort gekauft werden.
 

Auch heutzutage benötigen wir viele Dinge zum Leben. Natürlich vor allem Lebensmittel, aber auch Kleidung, Schuhe, Unterhaltungselektronik  - um nur ein paar zu nennen. Wo findet man das alles? Natürlich ganz einfach im Internet. Auf Online-Plattformen, digitalen Marktplätzen oder Vergleichsportalen. Die Ware wird bequem vom heimischen Sofa aus bestellt und wird kurze Zeit später frei Haus geliefert. Auf Verdacht werden verschiedene Modelle und Größen bestellt. Was nicht passt oder gefällt, wird eben wieder zurückgeschickt. Sie ahnen es, jetzt kommen wir langsam zum Kern der Botschaft. Es gibt Menschen, die das Online-Shopping aus verschieden Gründen ablehnen, aber auch solche, denen die Beratung, das Anprobieren, oder auch Austausch von Neuigkeiten wichtig ist. Und es gibt immer noch Menschen, die lieber mit dem Verkaufspersonal sprechen anstatt sich durch einen web-shop zu klicken.
Zugegeben sind alte Inschriften manchmal auch langweilig. Interessant sind auf jeden Fall offene Ladentüren und ansprechende Schaufenster. Aber was passiert, wenn alle nur noch online einkaufen oder in shopping-malls gehen? Die aktuell noch existierenden Geschäfte der Beilsteiner Innenstadt machen keinen Umsatz mehr, den Einzelhändlern wird die Geschäftsgrundlage entzogen. Werden Geschäfte geschlossen und gibt es keine Nachfolge, bleiben die Schaufenster dunkel und das Stadtbild wird unattraktiv und langweilig. Nur noch wenige Menschen sind in der Innenstadt unterwegs, Möglichkeiten des Kontakts und der Begegnung sind verschwunden.
 

Noch gibt es in Beilstein vor allem von Inhabern geführte Ladengeschäfte und ist – trotz Verkehrsproblem und Parkplatznot – ein gesunder Angebotsmix vorhanden.  Die Freien Wähler wollen, dass es auch weiterhin eine Ladenvielfalt in Beilstein gibt. Die Belebung des Kelterplatzes ist dabei ein Schwerpunkt der Bemühungen, auch die Neubelebung des Andreasmarktes soll dazu beitragen. Es freut uns, wenn, wie kürzlich geschehen, Geschäfte vom Ortsrand in die Stadtmitte zurückkehren. Leider kann die Kommunalpolitik nur den Rahmen abstecken. Wie etwa mit dem verkaufsoffenen Feiertag am kommenden Ostermontag. Für den Erhalt des Angebotes sind wir alle verantwortlich. Ganz einfach, indem wir unser Konsumverhalten hinterfragen, weniger fahren und nach Möglichkeit vor Ort einkaufen. So kann jeder Bürger dazu beitragen, dass das Städtle lebendig bleibt.

 

Freie Wählervereinigung Beilsteiner Bürgerinnen und Bürger

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Dieses Mal ganz ernst gemeint - eine Sache,  die in Beilstein jeder Gesunde machen kann….


Nr. 4: Zum Blutspenden in die Stadthalle


Eine Sache, die man in Beilstein gemacht haben muss: Zwischen Weihnachten und Neujahr zum Blutspenden gehen. Bei der letzten Aktion des Roten Kreuzes konnte das Team um Eugen Müller über 300 Freiwillige, darunter viele Erstspender begrüßen. Bis zum nächsten Termin ist es noch lang, aber das Datum steht schon fest: es ist der 27.12.2019

 

Beim Blutspenden gibt jeder einen vertretbaren Anteil von sich ab, um die Gemeinschaft zu unterstützen. Ähnlich verhält sich dies auch beim sozialen beziehungsweise ehrenamtlichen Engagement in Kirchen, Hilfsorganisationen oder Vereinen. Wenn jeder einen kleinen Teil seiner Zeit investiert, gibt es die Sport- und Kulturvereine in Beilstein auch in Zukunft. Und es gibt weiterhin Angebote und Veranstaltungen für Jung und Alt. Von der TGV-Ferienfreizeit bis zum Treffpunkt für Ältere.

Diese Beiträge für die Gemeinschaft  machen Beilstein zu einer attraktiven und lebenswerten Stadt.  Als Gegenpol zur digitalen und virtuellen Welt sind echte Kontakte immer wichtiger. Gelegenheit zum zwanglosen Gespräch und Gedankenaustausch gibt es auch bei Festen auf dem Wartkopf, an der Billensbacher Kelter oder beim traditionellen Weinbergfest. Ohne die fleißigen Mitglieder der Vereine wäre dies alles nicht möglich. Wer sich engagiert, bekommt aber auch etwas zurück. In den Vereinen wird Gemeinschaft und Freundschaft gefördert. Hier entsteht das Netzwerk, das bei der Bewältigung von großen und kleinen Problemen helfen kann. Sei es Krankheit, Umzug oder spontane Kinderbetreuung.


Die  Freien Wähler werden auch weiterhin das soziale und bürgerschaftliche Engagement fördern. Da Staat und Kommunen nicht alles organisieren können und auch nicht sollen, liegt bei den Vereinen eine große Verantwortung.  In einem zunehmend komplizierten Umfeld (Versicherung, Steuerrecht, Datenschutz u.a.) wird aber die Leitung eines Vereins immer schwieriger. Auch hierfür müssen Lösungen gefunden werden.

Am Anfang steht jedoch die Bereitschaft, etwas für die Gemeinschaft zu tun. Deshalb sind wir in Vereinen aktiv. Wir wollen uns für Beilstein und seine Bürger einsetzen und kandidieren deshalb für den Gemeinderat.

 

 


Stefan Kleinbach und Christine Schächer

Freie Wählervereinigung Beilsteiner Bürgerinnen und Bürger

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Nicht immer ganz ernst gemeint - aber mit ernstem Hintergrund - lernen wir die besonderen Ecken Beilsteins kennen und erfahren, was man dort so machen kann….
 

Nr. 3: Probesitzen im romanischen Aborterker

Eine Sache, die man in Beilstein gemacht haben muss: Probesitzen auf dem steinernen Plumpsklo auf dem Langhansturm und gedanklich auf Zeitreise gehen. Für Mittelalter-Fans ein halber Ritterschlag...  Glücklicherweise hat man hinten keine Augen und ist die relevante Öffnung aktuell mit einer Plexiglasscheibe verschlossen. Entgegen der Mär vom finsteren Mittelalter hat man sich schon vor 800 Jahren in Beilstein auch um zutiefst menschliche Bedürfnisse gekümmert.

 

Vom romanischen Aborterker sind es nur 30 Stufen bis hinauf zur herrlichen Rundumsicht. Im Osten sieht man die Teilorte und den Beilsteiner Wald. Im Westen geht der Blick bis zum Heuchelberg. Und man hat die Besonderheiten Beilsteins direkt vor Augen: Den alten Stadtkern mit den Fachwerkhäusern, das arrondierte Schulzentrum mit Sportanlagen inklusive Hallenbad oder das gemeinsam mit Oberstenfeld betriebene Freibad. Und direkt unterhalb die Mauern der Burg und das Burgrestaurant. Dies alles aus Historie und Gegenwart ist schön und macht den Wohnwert in Beilstein aus.
Allerdings muss alles auch unterhalten werden. Mehrere Hundertausend Euro waren vor einigen Jahren nötig, um die Burgmauern zu sanieren. Der Sanierungsbedarf bei den Schulen wird sich auf etliche Millionen Euro belaufen. Dringende, immer wieder aufgeschobene Erhaltungsarbeiten erfordert das Rathaus. Trotz dieser vielen Aufgaben sehen wir eine nachhaltige Finanzwirtschaft mit möglichst wenig neuen Schulden als wichtige Säule der Generationengerechtigkeit. Die  Herausforderung besteht darin, dennoch notwendige Investitionen und ein behutsames Wachstum  möglich zu machen.
 

Die Enge des Söhlbachtals lässt für großzügige Entwicklungen keinen Platz. Für eine Straßen- oder Stadtbahntrasse steht nur ein kleiner Korridor zur Verfügung. An der Gemarkungsgrenze zu Oberstenfeld beginnt nicht nur den Landkreis Ludwigsburg, sondern auch die Region Stuttgart. Dies macht Planungsabläufe zusätzlich kompliziert. Aber bereits innerhalb einer Gemeinde hängt alles mit allem zusammen und es darf nichts vergessen werden. Stichwortartig seien genannt die Entwicklung hinter und im Bereich der alten Feuerwehr oder die Zukunft einer Seniorenwohnanlage und Pflegeeinrichtung in Beilstein.
 

Bei allem Vorrang der innerstädtischen Nachverdichtung wird es auch in Zukunft eine gewisse Neubebauung geben müssen. Bedarf sehen wir hier für das Gewerbe. Beilstein kann, soll und wird keine Gemeinde werden, die von Industriegebieten geprägt ist. Aber ein lebensfähiges Gemeinwesen braucht eine Grundausstattung an Dienstleistern, Einzelhändlern und gewerblichen Anbietern vor Ort. Und: jeder Arbeitsplatz vor Ort verringert das Mobilitätsproblem.

Mit Spannung erwarten wir deshalb auch das Ergebnis der Machbarkeitsuntersuchung für die Stadtbahn. Wir sehen die ersehnte Neuauflage der Bottwarbahn vor allem als längst überfälligen Zubringer zur S-Bahn in Richtung Stuttgart. Da die ideale Trasse des alten „Bähnle“ nicht mehr nutzbar ist, wird der neue Streckenverlauf (Haltepunkte ? Lärmschutz ? Landschaftsverbrauch ?) schwierig werden. Kann eine quartiernahe Hindurchführung durchs Städtle gelingen oder geht doch nur eine Haltestelle mit Busanbindung und P&R-Parkplatz ?

Wichtige Herausforderungen und Entscheidungen liegen auch hier vor uns und wir wollen dazu unseren Beitrag leisten. Beilstein soll nach Möglichkeit finanziell stabil, aber  lebensfähig und attraktiv bleiben.

 Thomas Bauer und Dietmar Rupp

Freie Wählervereinigung Beilsteiner Bürgerinnen und Bürger

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Nr. 2: Zu Fuß durch den Knochenweg

 


Eine Sache, die man in Beilstein gemacht haben muss: Auf den Staffeln durch den alten Ortskern wandern oder einen der verborgenen Abkürzungswege nehmen. Einer davon ist der Klausgartenweg. Er verbindet Bahnhof- und Schulstraße und bietet zusätzlich noch einen Gruselfaktor: Direkt angrenzend hat man in der ehemaligen Lehmgrube und bei Bauarbeiten wiederholt menschliche Skelette gefunden. Mit Sicherheit sind noch etliche Totenschädel unter dem Weg verborgen…
 

Bahnhof- und Schulstraße sind im Grunde nur die innerstädtischen Abschnitte von Winzerhausener und Ilsfelder Weg. Vor Zeiten waren dies die Hauptachsen zur Erschließung der Feldflur. Die heutigen Verkehrsachsen in Beilstein sind neben der Hauptstraße die Gartenstraße und der Heerweg. Auf engem Raum begegnen sich hier Fußgänger, Radfahrer und vor allem Kraftfahrzeuge. Stau ist der Normalzustand. Abhilfe ist nicht in Sicht. Auch die Freien Wähler hatten darauf gesetzt, dass über den Hebel des Lärmschutzes oder der Luftreinhaltung eine Verbesserung erreicht werden könnte. Dass die jüngst beendete Luftmessung keine bedenklichen Werte geliefert hat, ist natürlich erfreulich. Andererseits ist ein Durchfahrtsverbot für Lastwagen jetzt nicht mehr zu begründen. Übrig geblieben ist Tempo 30 - zumindest als Höchstgeschwindigkeit. Dennoch ist die Überquerung der Hauptstraße kaum möglich und geht nur an den Ampelstationen - was wiederum zusätzlich stockenden Verkehr mit laufenden Motoren bedeutet. So kam die Frage auf, ob es in einer Tempo-30-Zone möglich wäre, auf Ampeln zu verzichten und stattdessen an zusätzlichen Stellen Zebrastreifen auszuweisen. Dafür müsste untersucht werden, ob es dann weniger Stockungen gibt oder am Ende doch nur das klare Rot der Ampel für Sicherheit sorgt. Leider können solche Fragen nicht vor Ort geklärt werden, denn die Beilsteiner Hauptverkehrsader ist keine normale Ortsstraße. Sie ist Landesstraße und zugleich Ausweichstrecke für die Autobahn. Man sieht: die eigentliche Herrschaft über unsere Hauptstraße hat nicht der Beilsteiner Gemeinderat, sondern das Regierungspräsidium Stuttgart bzw. das Land Baden-Württemberg.


Was aber auch zur Wahrheit gehört: Neben den Fahrzeugen, die aus dem Bottwartal oder aus dem Rems-Murr-Kreis in Richtung Autobahn durch Beilstein kommen, gibt es vor allem den „hausgemachten“ Verkehr. Und dieser hat einen ordentlichen Anteil am Problem. Jede neugebaute Wohnung bringt weitere Fahrzeuge auf die Straße. Und auch ein an der Peripherie neu entwickeltes Wohngebiet muss diesem selbstkritischen Blick standhalten !


Selbstverständlich sind die Fernziele wie Umgehungsstraße oder Stadtbahn weiterhin mit Nachdruck zu verfolgen. Doch nachdem in den vergangenen Jahrzehnten viele Chancen (Teilumgehung auf der alten Bahntrasse, durchgängiger Radweg entlang des Söhlbachs u.a.) nicht genutzt wurden bzw. baulich blockiert sind, muss jetzt jede kleine Erleichterung geprüft und umgesetzt werden. Und dazu gehören auch der Erhalt und die eventuelle Neuschaffung von Abkürzungswegen für Radfahrer und Fußgänger. Gruselig wie beim Klausgartenwegle muss es ja nicht unbedingt sein.


Martin Hinze und Dietmar Rupp

Freie Wählervereinigung Beilsteiner Bürgerinnen und Bürger

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info@beilstein-fwv.de

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 10 DINGE, DIE MAN IN BEILSTEIN GEMACHT HABEN MUSS...


Nicht immer ganz ernst gemeint - aber mit ernstem Hintergrund -  zeigen wir  in den nächsten Wochen die besonderen Ecken Beilsteins und erzählen, was man dort so machen kann….
 

Nr. 1: Den Rathausbrunnen zum Spritzen bringen

 

Eine Sache, die man in Beilstein gemacht haben muss. Ein bisschen subversiv, aber auf jeden Fall ein Spaß für heiße Sommertage: Vier Personen, davon drei Eingeweihte und ein Unwissender. Auf drei zählen und mit dem Daumen schnell auf die Brunnenröhren. Wer zu lange braucht wird nass…
 

Der gußeiserne Brunnen vor dem Beilsteiner Rathaus ist 200 Jahre alt. Noch um 1905 erhielt er sein Wasser über eine hölzerne Deichelleitung aus den ehemaligen Amtwiesen (Sportgelände). Heute kommt das Beilsteiner Wasser in jedes Haus und aus Quellen beim Teilort Klingen, aus Tiefbrunnen Richtung Abstetter Hof sowie aus dem Fernversorgungsnetz der Landeswasserversorgung. Im Laufe dieses Jahres übernimmt der Zweckverband Landeswasserversorgung auch die technische Betriebsleitung für das Beilsteiner Wasserwerk. Diese Entscheidung ist dem Gemeinderat nicht leicht gefallen. Rechtliche Vorgaben und organisatorische Zwänge ließen jedoch keine andere Wahl. Als Eigenbetrieb ist die Beilsteiner Wasserversorgung weiterhin vollständig im Eigentum und unter Kontrolle der Stadt. Vor einigen Jahren gingen etliche Kommunen einen anderen Weg. In waghalsigen Rechtskonstruktionen wurden Wasserwerke und Leitungsnetze an Investoren verkauft und mit Gewinnhoffnungen wieder zurückgeleast.

Glücklicherweise blieb Beilstein von diesen Machenschaften verschont. Die Freien Wähler sehen die Bereitstellung von gutem Trinkwasser als wichtige kommunale Aufgabe und als zentralen Bestandteil der Daseinsvorsorge. Wenngleich immer wieder die Kräfte des Marktes beschworen werden, darf es beim Wasser keinen Raum für Spekulationsgeschäfte geben.      

 

10 Dinge, die man in Beilstein gemacht haben muss – im nächsten Mitteilungsblatt geht es weiter !

Eine andere wichtige Aktion - die Nominierungsversammlung für die Gemeinderatswahl - haben die Freien Wähler letzte Woche durchgeführt. Für die Wählervereinigung Beilsteiner Bürgerinnen und Bürger treten an: Elke Wissmann, Christine Schächer, Harald Baß, Thomas Bauer, Matthias Bernet, Martin Hinze, Winfried Hulde, Thomas Janotta, Stefan Kleinbach, Friedrich Knorr, Oliver Muth, Jan Nickol und Dietmar Rupp.

 


Dr. Dietmar Rupp
Freie Wählervereinigung Beilsteiner Bürgerinnen und Bürger
www.beilstein-fwv.de
info@beilstein-fwv.de


 

 

 

Ramona Weller hört auf - Volker Nabakowski übernimmt

Wechsel auf den letzten Metern: Volker Nabakowski folgt auf Ramona Weller


Als ehemalige Handballerin kennt Ramona Weller die Situation nur zu gut – manchmal muss kurz vor Spielende ausgewechselt werden. Im aktuellen Fall geht es aber nicht um das Torergebnis oder die Laufleistung, sondern um formelle Gründe: Ramona Weller hat ihren Hauptwohnsitz in die Nachbargemeinde verlagert. Nach den Vorgaben der Gemeindeordnung kann sie daher nicht mehr Stadträtin in Beilstein sein.

Ihren Platz am Ratstisch wird für die letzten Sitzungen der Wahlperiode Volker Nabakowski übernehmen. Auch für ihn ist die Situation nicht ganz neu, schon einmal musste er als Nachrücker in die Bresche springen. Wir freuen uns, dass er sich nochmals als Ersatzmann bereitgehalten hat.
 

Die Beilsteiner Freien Wähler haben Ramona Weller einiges zu verdanken.
Sie hat in der vergangenen Wahlperiode nicht nur ihren Beitrag zur Sachdiskussion geleistet.

Wichtig war vor allem ihre Arbeit hinter den Kulissen, wie etwa als Verantwortliche für den Internetauftritt der Fraktion.

Wir hoffen, dass Ramona uns und vor allem der Kommunalpolitik erhalten bleibt. Zumindest die Grundlagen sind gelegt. Ramona Weller ist Kandidatin der Freien Wähler für die anstehende Kreistagswahl – und schließlich ist der Landkreis Heilbronn auch eine Kommune.

Wenn es dann passt, macht sie ihr nächstes Spiel in der nächsthöheren Liga !


Dr. Dietmar Rupp

Freie Wählervereinigung Beilsteiner Bürgerinnen und Bürger

www.beilstein-fwv.de

info@beilstein-fwv.de 

 


Nominierungsveranstaltung der Freien Wählervereinigung

 

Bis zur Kommunalwahl sind es jetzt kaum noch 12 Wochen.

Auch die Beilsteiner Freien Wähler kommen allmählich in die Zielgerade.

Eine Voraussetzung dafür ist die formelle Nominierungsveranstaltung.

Diese Versammlung findet statt

 

in der Weinstube Gemmrich, Schmidhausen, Löwensteiner Straße

am Donnerstag, 14.3.2019

Beginn 20.00 Uhr.

 

Die Veranstaltung ist öffentlich.

Freunde, Unterstützende und Interessierte sind herzlich eingeladen.

 

 

Freie Wählervereinigung Beilsteiner Bürgerinnen und Bürger

www.beilstein-fwv.de

info@beilstein-fwv.de


 

Neues Kommunales Haushaltsrecht:

das System ändert sich – die Probleme bleiben


Egal ob Diesel oder Benziner: Kaum hat man ein neues Auto mit Mühe bezahlt, kommen zusätzliche Kosten: Tanken, Versicherung, Kundendienst. Nur wenige kommen da auf die Idee, schon mal Geld für das Nachfolgemodell zurückzulegen. Falls das Gefährt irgendwann nicht mehr will, wird man schon sehen…


Nach diesem Prinzip haben bisher auch Staat und Kommunen ihre öffentlichen Einrichtungen geschaffen und erhalten. Mit dem neuen Haushaltsrecht soll dies bei den Gemeinden anders werden. Wo bisher in strenger Systematik zwischen Anschaffungen (Investitionshaushalt) und laufenden Maßnahmen (Verwaltungshaushalt) unterschieden wurde, gelten jetzt neue Vorgaben und sind die Buchungsleistungen ineinander verwoben. Die sicher wichtigste Veränderung ist, dass der Gemeindehaushalt ab jetzt fortlaufend auch die Abschreibung der Sachanlagen
(z.B. öffentliche Gebäude oder gemeindeeigene Straßen) finanzieren muss. Die Verantwortung und die ganze Last für Folgekosten und Ersatz soll nicht wie bisher in die ferne Zukunft verlagert werden. In der Theorie gibt es gegen das hohe Ziel der Generationengerechtigkeit, mit dem das neue kommunale Haushaltsrecht (NKHR) begründet wird, keine Einwände. Im konkreten Beilsteiner Fall ist es jedoch so, dass die umfangreiche Infrastruktur (Hallenbad, Sportanlagen, Schulen) vor Jahren unter den alten Voraussetzungen entstanden ist und nun unter den neuen Vorgaben erhalten werden muss. Während andere Kommunen weder ausgedehnte Schulanlagen, historische Gebäude oder eine weitverzweigte Infrastruktur (z.B. Wasserversorgung und Straßen in den Teilorten) unterhalten müssen, hat Beilstein hier viele Verpflichtungen.

Eingebettet zwischen Forstkopf und Stocksberger Funkturm ist Beilstein ein attraktiver Wohnort in landschaftlich schöner Lage. Für eine ertragreiche Gewerbe- oder Industrieansiedlung gab und gibt es in Beilstein aber keinen Platz. Die Haupteinnahmequelle vieler Kommunen im Großraum Stuttgart, die Gewerbesteuer, erreicht daher in Beilstein ein nur mäßiges Niveau (siehe Grafik). Ob die Einnahmen aus den vielerorts stark ausgedehnten Industriegebieten (=Flächenverbrauch) auch der Generationengerechtigkeit und damit der Nachhaltigkeit entsprechen, steht natürlich auf einem anderen Blatt…

 

Die Umstellung des Haushaltsrechts ist für Beilstein kein einfaches „Update“, das mal kurz zwischen zwei Haushaltsjahre eingeschoben wird. Eher wird es eine mehrjährige Eingewöhnungszeit brauchen. Die neue Systematik muss angewandt werden und vor allem die künftigen Eckdaten werden schwer verdaulich sein. Mit Spannung ist deshalb auch das Ergebnis der Eröffnungsbilanz zu erwarten. Schließlich ergibt sich daraus die Höhe der oben erwähnten Abschreibungen.


Für den aktuellen Haushalt 2019, der in der kommenden Sitzung beraten und beschlossen wird, ist vieles schon durch frühere Entscheidungen des Gemeinderats vorbestimmt (Kinderhaus, Schulen, Baugebiet Hartäcker, Beschaffungen Feuerwehr und Bauhof). Anderes, wie etwa die Personalkosten, ist durch äußere Vorgaben (Anspruch auf Betreuung Kleinkind, Tarifabschlüsse etc.) festgelegt. Für neue Projekte gibt der vorgelegte Planansatz wenig Spielraum. Daher werden die Freien Wähler den Haushaltsentwurf als Ergebnis der Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Gemeinderat unterstützen und keine weiteren Anträge einbringen.

Dr. Dietmar Rupp

Freie Wählervereinigung Beilsteiner Bürgerinnen und Bürger

www.beilstein-fwv.de

info@beilstein-fwv.de 

 


Infoabend der Freien Wähler Beilstein

„Die Parteien wirken bei der politischen Willensbildung des Volkes mit“. So
steht es in Artikel 21 Grundgesetz. Für Bund und Land ist das sicher
richtig. Auf kommunaler Ebene kann das auch so sein – muss es aber
nicht. Denn bei den Fragestellungen in einer Gemeinde geht es nicht um
gesellschaftspolitische Weichenstellungen, sondern um kluge
Sachentscheidungen. Und dafür braucht man nicht unbedingt ein
Parteibuch.
In den letzten Jahrzehnten haben Frauen und Männer in verschiedensten
Lebenssituationen und aus unterschiedlichen Berufsgruppen bei der Liste
der Freien Wähler in diesem Sinn zusammengearbeitet.
Die Freie Wählervereinigung Beilsteiner Bürgerinnen und Bürger mit
Teilorten
hat kein Parteiprogramm,
ist unabhängig und neutral.
Die FWV- Mitglieder im Gemeinderat sind an keine Weisung
gebunden. Jeder trifft seine Entscheidung nach eigenem Ermessen
und Gewissen.
Wenn wir wollen, dass das Gute bleibt und Probleme frühzeitig erkannt
und gelöst werden, dann müssen wir auch vor Ort etwas dafür tun. Eine
Gelegenheit bietet die Mitarbeit im Gemeinderat.
Haben Sie Interesse, Ideen und Vorschläge für Beilstein ?
- dann sollten Sie unbedingt mit uns ins Gespräch kommen und mehr über
die Freien Wähler und die Arbeit im Gemeinderat erfahren (Abläufe,
Zeitaufwand u.a.).
...und zwar bei einem zwanglosen
Infoabend
am
4. Dezember 2018 ab 20.00 h
im Gasthaus Lamm (Nebenzimmer)
Wir freuen uns auf Sie !
Dr. Dietmar Rupp
Freie Wählervereinigung Beilsteiner Bürgerinnen und Bürger
www.beilstein-fwv.de
info@beilstein-fwv.de
 

 

Verwechslungsgefahr  !

 

Seit der bayerischen Landtagswahl und der Aussicht auf einen Regierungsposten im Freistaat schwebt Hubert Aiwanger auf Wolke sieben.  Aiwanger ist nicht nur der Landeschef der Bayerischen Freien Wähler sondern zugleich Vorsitzender der gleichnamigen Bundesvereinigung, oder besser gesagt ihr Parteivorsitzender.

Und hier beginnt das Problem, denn der Name der Freien Wähler ist nicht geschützt. Und das sorgt für Verwirrung:

So gibt es in Baden-Württemberg eine Landesvereinigung und zugleich einen Landesverband der Freien Wähler. Während die Vereinigung eine Partei darstellt, handelt es sich beim Landesverband der Freien Wähler um eine Dachorganisation für unabhängige, örtliche Wählervereinigungen. Während sich der Landesverband nur um Kommunalbelange kümmert, will die Landesvereinigung auch landes-, bundes- und europapolitisch tätig sein.

Die Freie Wählervereinigung Beilsteiner Bürgerinnen und Bürger ist bei keiner dieser Organisationen beteiligt. Es gibt keine Kontakte zum Landesverband und auch die Anwerbeversuche von Seiten der Freien-Wähler-Partei wurden und werden in Beilstein abschlägig beschieden.

Die Freie Wählervereinigung Beilsteiner Bürgerinnen und Bürger mit Teilorten hat die örtlichen Fragestellungen bisher immer nur aus dem Blickwinkel der Beilsteiner Bevölkerung betrachtet.

Und so wird es auch künftig sein.

 

Dr. Dietmar Rupp

Freie Wählervereinigung Beilsteiner Bürgerinnen und Bürger

www.beilstein-fwv.de

info@beilstein-fwv.de

 

 

 
Ein Urgestein tritt ab – die Freien Wähler danken Bernd Gemmrich für sein
langjähriges Engagement
 
 

 

Am letzten Dienstag war es seine letzte Sitzung als Stadtrat. Auf eigenen
Wunsch ist Bernd Gemmrich aus dem Gemeinderat ausgeschieden. Mit einer
kurzen Unterbrechung war er seit 1990 Mitglied des Beilsteiner Ratsgremiums. In
dieser Zeit galt sein Engagement vor allem den Teilorten und insbesondere der
Weiterentwicklung des Schmidhausener Ortskerns. Tatsächlich wurde die
innerörtliche Situation des ehemals selbstständigen Weilers lange Zeit nicht
gebührend berücksichtigt. Großprojekte wie Schulen, Feuerwehr, Kinderhaus und
auch die aufeinanderfolgenden Sanierungsabschnitte direkt unter dem Langhans
verstellten den Blick für ähnliche Aufgaben in anderen Teilen der Gemeinde. Doch
steter Tropfen höhlt den Stein und so wurde kürzlich die Initiative von Bernd
Gemmrich aufgegriffen: Für Schmidhausen wird die Aufnahme in das
Sanierungsprogramm des Landes beantragt. Als Wengerter, Obstbauer und
Destillateur konnte er auch immer die Sichtweise der Landwirtschaft in die
Beratungen einbringen. Ein große Hilfe waren seine genauen Ortskenntnisse vor
allem in den Teilorten.
 
In einer kleinen Gemeinde wie Beilstein geht es nicht um gesellschaftspolitische
Weichenstellungen, sondern vor allem um Sachentscheidungen. Und bei der
Suche nach der besten Lösung hat Bernd Gemmrich immer mit großem Einsatz
mitgewirkt. Konkrete Sachentscheidungen haben direkte Wirkungen und je nach
Fragestellung gibt es unmittelbar Betroffene. Dies ist vielleicht der markanteste
Unterschied zwischen Kommunalpolitik und den Abläufen auf Landes- oder
Bundesebene. Und letztlich ist es auch diese Unmittelbarkeit, die
Kommunalpolitik einerseits so interessant, aber manchmal auch mühsam macht.
Die Mitarbeit im Gemeinderat ist kein Hobby, sondern praktizierte
staatsbürgerliche Verantwortung vor Ort. Bernd Gemmrich hat dies fast ein
Vierteljahrhundert mit Leidenschaft und Überzeugung beispielhaft vorgelebt.
 
Lieber Bernd, die Freien Wähler danken Dir für Deine Ideen, Deine Mitarbeit und
Unterstützung.
 
Dr. Dietmar Rupp
Freie Wählervereinigung Beilstein Bürgerinnen und Bürger
www.beilstein-fwv.de
info@beilstein-fwv.de
 

 

Samstags im Wald
 
Beilstein ist nicht nur Wohngemeinde und Weinort sondern auch eine
waldreiche Kommune. Fast die Hälfte der Gemeindefläche ist bewaldet. Mit
über 715 ha ist die Stadt der größte Waldbesitzer. Die Waldbegehung des
Gemeinderats am vergangenen Samstag war daher längst überfällig.
Amtsleiter Feldmann vom Forstamt Heilbronn gab einen Einblick in die
aktuellen forstpolitischen Entwicklungen und Revierleiter Muth erläuterte
die Grundzüge eines Dauerwaldbetriebes. Das Ziel ist ein
standortangepasster möglichst naturnaher Wald. Aus Naturverjüngung
sollen stabile Bestände mit verschiedenen Altersklassen entstehen.
Entnommen werden nur „reife“ wertvolle Bäume. Von Spechten bewohnte
sogenannte Habitatbäume bleiben stehen, eine gewisse Menge Totholz
darf am Boden vermodern. Eigentlich ist dies ist nichts anderes als
praktizierte Nachhaltigkeit. Es geht darum, ein System so zu nutzen dass
es stabil bleibt und alle seine Funktionen behält. Wald hat viele
Funktionen. Im Wald wächst Nutz- und Brennholz, Wald schützt Boden,
Wasser und Klima, Wald ist Lebensraum für Wild und unzählige
Organismen. Wald bietet Erholung und wird für Freizeitaktivitäten genutzt.
Daher greift es zu kurz, den Wald nur durch die betriebswirtschaftliche
Brille als eine Art Holzfarm zu betrachten. Andererseits kann der Wald in
einer dicht besiedelten Kulturlandschaft und gerade bei sich ändernden
klimatischen Bedingungen nicht einfach sich selbst überlassen werden.
Käferbefall muss kontrolliert werden. Die Entwicklung der Bestände und
De Holzartenzusammensetzung muss behutsam an veränderte
Bedingungen angepasst werden. Und es geht auch um die Sicherheit der
Waldbesucher. Wo Straßen, Rad- und Wanderwege sind, dürfen keine Äste
brechen oder Bäume umstürzen.
 
Trotz Kälte und Herbstnebel: für alle Teilnehmer war der Rundgang eine
wertvolle Bereicherung und bestärkte die alte Weisheit - Wald ist viel mehr
als eine Ansammlung von Bäumen. Wald ist auch eine Verpflichtung über
Generationen hinweg. Die aktuellen großen Bäume haben unsere
Vorfahren aufwachsen lassen. Die Tannen- und Buchensämlinge im
Stadtwald von heute gehören den Beilsteinern von morgen.
 
Dr. Dietmar Rupp
Freie Wählervereinigung Beilsteiner Bürgerinnen und Bürger

 


 

Es war ein schönes Fest !


Für viele Beilsteiner ist das Weinbergfest nach Weihnachten das zweitwichtigste Ereignis unter dem Langhans. Das Fest bietet die Gelegenheit, um wieder mal Freunde und Bekannte aus nah und fern zu treffen. Zwanglos und entspannt pendelt man zwischen den Weinprobenständen, hört der Musik zu und genießt die Atmosphäre eines schönen Sommerabends. Am Sonntag gibt es morgens Dixieland, nachmittags den Buttenlauf und am Abend ist das Feuerwerk.

 

Das Weinbergfest zwischen Burg und Reben - nur machbar wenn viele mithelfen


Was viele Festbesucher nicht sehen: vor, während und nach dem Fest sind viele Aufgaben zu erledigen. Wo normalerweise ein Parkplatz ist, steht vier Tage lang ein Weindorf, eine Großküche und eine Waffelbäckerei. Strom und Wasser müssen fließen, auch Abwasser muss entsorgt werden. Für medizinische Notfälle ist Vorsorge zu treffen, Essen und Getränke müssen nachgeliefert werden. Wenn Wasserbutten in den sportlichen Wettbewerb kommen, braucht man eine Füllstation, einen Hindernisparcours und exakte Waagen um den Wasserverlust zu messen. Das alles muss vorbereitet, organisiert und in die Tat umgesetzt werden. Deshalb lebt das Beilsteiner Weinbergfest nicht nur von den zahlreichen Besuchern, sondern vor allem von den vielen ehrenamtlichen Helfern, die sich zum Teil schon seit Jahrzehnten für das Fest und damit auch für die gesamte Bürgerschaft engagieren.

 


Es war ein schönes Fest. Die Freien Wähler danken allen Helfern, die zum Gelingen beigetragen haben !

 


Dicke Brummis und dicke Bretter


In der letzten Gemeinderatssitzung wurden die Voraussetzungen für eine Lkw-Durchfahrtsbeschränkung diskutiert. Die Hürden sind hoch, lediglich mit der (längst fälligen)  amtlichen Einstufung als Mautausweichstrecke oder dem Argument der Luftqualität könnte die Beilsteiner Ortsdurchfahrt vom überörtlichen Lkw-Verkehr befreit werden. Um diese letzten Möglichkeiten zu prüfen, hat der Gemeinderat die Durchführung weiterer Untersuchungen beschlossen. Die Entscheidung erfolgte einstimmig – also auch mit Zustimmung der FDP-Räte. Da die Beilsteiner FDP diesen Beschluss jetzt nachträglich in Frage stellt (Beilsteiner Mitteilungen vom 2. Juni 2017) scheint es notwendig, den zugrundeliegenden Sachverhalt nochmals darzustellen.
 

Die Hauptstrasse muss nicht immer autofrei sein - weniger Lkws wäre auch schon gut


Es stimmt, dass ein Großteil der Pkws in der Hauptstraße zum innerörtlichen Ziel- und Quellverkehr gehört. Richtig ist aber auch, dass es sich für Fuhrunternehmen offenbar rechnet, die Autobahn ein oder zwei Ausfahrten früher zu verlassen. Erst recht, wenn der Lkw in die Rems-Murr-Region soll und der A81-Stau wie fast täglich schon in Ilsfeld anfängt. Nachdem nun immer mehr Bundestrassen ebenfalls „bemautet“ sind, wird sich die Verkehrsverlagerung auf kleine Straßen weiter fortsetzen. Weiteren Schwerlastverkehr für Beilstein bringt zudem die Ausdehnung der Industriegebiete in den Nachbarkommunen und vor allem die dortige Ansiedlung von Speditionen.


Allen Beteiligten ist klar, dass eine Durchfahrtsbeschränkung schwer zu bekommen ist. Dies kann aber kein Grund sein, es nicht zu versuchen. Die Umgehungsstraße für Beilstein bleibt natürlich trotzdem das gewünschte Ziel. Und eine gleichzeitige moderne Wiederbelebung der Bottwarbahn wäre traumhaft. Bevor sich aber Wunsch und Traum erfüllen, müssen wir uns der Realität stellen. Und die heißt: täglich 15.000 Fahrzeuge in der Hauptstraße. Zugegebenermaßen sind vielleicht nur zehn bis fünfzehn Prozent Lkws und ist die Hauptmenge des Pkw-Verkehrs „hausgemacht“.

Doch genau daraus ergibt sich ja die Notwendigkeit, die Lkw-Durchfahrten einzuschränken. Zum einen lässt sich das interne Verkehrsaufkommen (auch durch eine etwaige Umgehungsstraße) kaum eindämmen und zum zweiten sind auch fünfzehn Prozent Schwerlastanteil schon zu viel. Im Stau braucht ein großer Sattelzug den Platz von drei bis vier Pkw. Nicht nur die Motorisierung, die Abgasmenge oder die Belastung für den Straßenunterbau – allein das Volumen der 40-Tonner im Straßenraum und letztlich das regelmäßige „Verhaken“ der Schwerlaster an den bekannten Beilsteiner Engstellen sprechen für eine Beschränkung der Lkw-Durchfahrten. Entsprechende Anstrengungen sind daher sinnvoll. Auch wenn viele dicke Bretter zu bohren sind, wir sollten es versuchen. Und deshalb hat der Gemeinderat richtig entschieden.
 

Dr. Dietmar Rupp

Freie Wählervereinigung Beilsteiner Bürgerinnen und Bürger

info@beilstein-fwv.de

www.beilstein-fwv.de 

 


 

Die ganze Palette des Gemeindelebens


Um Artikel lebendiger zu machen, verwenden Journalisten bei Berichten aus dem Gemeinderat gerne den Begriff  „Ortsparlament“. Auch die Wahlperiode des Gemeinderats wird hin und wieder als „Legislatur“ bezeichnet. Beides ist genau so richtig wie falsch. Über die Ortssatzungen ( Satzung  = Gesetz) kann im Sitzungssaal tatsächlich „Ortsrecht“ formuliert werden, aber in den meisten Fällen bleibt dem Gemeinderat nur die Umsetzung oder allenfalls die Ausgestaltung von überörtlich entstandenen Vorgaben. Statt vom „Gemeindeparlament“ mit Gesetzgebungskompetenz (Legislative) wird in den einschlägigen Kommentaren dann eher vom „kollektiven Verwaltungsorgan“ gesprochen. Was das in der Praxis bedeutet, konnte bei der letzten Sitzung anschaulich erlebt werden. Die Liste der Tagesordnungspunkte umfasste die ganze Palette des Gemeindelebens. Der Bogen reichte vom Spielplatz über die öffentliche Sicherheit bis zum Friedhof. Während Politik manchmal auch die bloße Durchsetzung von Überzeugungen sein kann, erfordert die Verwaltungskomponente die Umsetzung rechtlicher Vorgaben.


Im konkreten Fall war über den Erlass einer Satzung zu entscheiden, die das freie Ballspiel („Bolzen“) der Kinder auf dem Spielplatz Löchle zur Ordnungswidrigkeit machen sollte. In der Vorgeschichte war die Stadt durch ein von Anwohnern erwirktes Gerichtsurteil gezwungen worden, die auf dem Platz montierten Fußballtore abzubauen. Das kommunalpolitische Ziel, die Familien zu fördern und Beilstein lebendig zu halten und der durchaus ernstzunehmende Schutzanspruch der Anwohner waren jetzt gegeneinander abzuwägen. Im Ergebnis wurde die Satzung abgelehnt. Stattdessen soll versucht werden, über die konsequente Einhaltung von Ruhezeiten einen Interessensausgleich zu erreichen.


Wenngleich das überarbeitete bzw. neu beschlossene Regelwerk für den Friedhof ebenfalls „Satzung“ heißt, so ist auch hier der parlamentarische Spielraum klein und der Gemeinderat arbeitet eher verwaltungsmäßig. Denn der Friedhof und das Bestattungswesen gehört zu den  Pflichtaufgaben einer Gemeinde. Wie Verstorbene beerdigt werden können, regelt das landesweite Bestattungsgesetz. Dass auch für ein Begräbnis sowie für eine Grabstätte Gebühren erhoben werden müssen, ergibt sich aus anderen Vorschriften und der schlichten Notwendigkeit, die Aufgaben der Gemeinde finanzieren zu können. Die neuen Gebührensätze sind jedoch durchaus moderat, insbesondere im Vergleich zu den Nachbarkommunen. Die andere Seite der Geschichte ist natürlich der „Sanierungsstau“ der Beilsteiner Friedhofsanlage insgesamt.  Da im älteren Teil die Wegeführung komplett neu gestaltet und den heutigen Bedürfnissen angepasst werden soll, befindet sich die Anlage derzeit in einem Übergangsstadium. Auf die Ruhezeit belegter Gräber muss Rücksicht genommen werden. Immerhin sind einige Renovierungsarbeiten an der Aussegnungshalle auf den Weg gebracht.


Ungebrochen ist der Trend, dass den Kommunen immer neue Aufgaben übertragen werden, bei deren Umsetzung und Finanzierung sie aber oft alleine sind. Dies verschärft sich dadurch, dass sich Bund und Land mit ihren Einrichtungen aus der Fläche zurückziehen. Ein Beispiel ist auch der Polizeiposten Beilstein, der  im Herbst 2007 geschlossen wurde. Daher sind Initiativen, wie die der CDU Bürgerliste durchaus begrüßenswert. Mehrheitlich wurde daher der Idee zugestimmt, beim Land die Wiedereinrichtung des Postens zu beantragen. Hier wirkt dann der Gemeinderat nicht nur  interessensausgleichend oder verwaltend sondern durchaus politisch.

Ob sich natürlich die „große Politik“ in Stuttgart dadurch beeinflussen, lässt steht auf einem anderen Blatt….

 


Dr. Dietmar Rupp

 


 
Liebe Bürgerinnen und Bürger Beilsteins und seiner Teilorte!
 
In den letzten Wochen haben wir an dieser Stelle viele kommunalpolitische Themen zur Halbzeit der Gemeinderatsperiode beleuchtet. Die Bilanz fällt unterschiedlich aus. Vieles ist auf den Weg gebracht, an anderen Stellen sind wir erst am Anfang, manches ist unbefriedigend, da wir als Stadt nicht alleine Einfluss darauf haben.
 
Nun kommt die Weihnachtszeit mit dem anschließenden Jahreswechsel. Eigentlich eine Zeit, das Alltägliche auszuklammern und zur Ruhe zu kommen. 
Bei all den Vorkommnissen in der Welt und auch dem Anschlag in Berlin fällt es schwer, die Zeit des Friedens und der Ruhe auch wirklich als solche wahrzunehmen.
Trotzdem oder auch gerade deshalb wünschen wir Ihnen, dass es gelingt. 
 
Wir wünschen Ihnen, Ihren Familien und Freunden ein gesegnetes Weihnachtsfest, gerade jetzt eine Zeit des Friedens und ein gutes Ankommen im Neuen Jahr 2017.
 
Ihre Freien Wähler

 


Verkehrsproblem: Es gibt viel zu tun 


In der Mitte von Beilstein steckt man manchmal auch mitten im Verkehr.

Deshalb ist auch die zugehörige Halbzeitbilanz eher ernüchternd:  Die Umgehungsstraße ist in weiter Ferne, sie steht nicht im Generalverkehrsplan - nicht einmal Planungen sind zu erwarten.

Die Pkw-Lawine am Morgen und am Abend wird  derweil immer länger, die Transit-Lkws gleichzeitig immer größer. Ideen zur Verkehrsentlastung gab und gibt es viele, vom Tunnel bis zur vorfinanzierten Umgehungsstraße, von einer weiteren Erschließungsachse bis zu einer Stadtbahnlinie Heilbronn-Marbach.
Die Realität ist: Sowohl über Straße als auch Bahn wird nicht in Beilstein entschieden.
Selbst entscheiden kann die Stadt nur über die Ortsstraßen. So wie bei der kürzlich beschlossenen Anbindung von Talstraße und Heerweg an die Oberstenfelder Strasse. Für den südlichen Stadtbereich und den Verkehrsabfluss aus dem Heerweg wird dies eine Erleichterung bringen. Eine erste Tranche zur Finanzierung ist im Haushaltsentwurf für 2017 enthalten, auf einen zügigen Baubeginn ist zu hoffen. Eine kommunale Entscheidung ist allerdings auch die Ausweisung von Neubauflächen. Was den Verkehr betrifft, gilt es da ehrlich zu sein: wo ein neues Wohngebiet entsteht, fahren auch Autos.
 

Auf dem Weg ist die Umsetzung der Lärmschutzmaßnahmen. Im Kernbereich der Hauptstraße kommt Tempo 30. Während des Morgens- und Feierabendstaus wird die Reduzierung der Höchstgeschwindigkeit  aber sicher nicht groß auffallen.  Vor allem dann, wenn sich zwischen Rathaus und Gasthaus Ochsen wieder mal der Bus mit einem Sattelzug verhakt. Sehr oft trifft es den 462er, den Schnellbus nach Marbach. Entsprechend verzögert ist die Abfahrt an der Haltestelle Apotheke und wer nach Stuttgart will, weiß: die S-Bahn ist weg.

Die Hauptstraßenverstopfung ärgert also nicht nur Anwohner und Autofahrer, sondern auch diejenigen, die mit Bus und Bahn fahren.
 

Zweifellos kommt ein großer Teil des Verkehrs vor allem aus den Beilsteiner Wohnstraßen. In den letzten Jahren hat sich aber auch im näheren Umfeld viel verändert. Die Ausweitung von Wohn- und Gewerbegebieten in den Nachbarkommunen hat den Durchgangsverkehr erhöht. Die Ansiedlung von Speditionen an der Autobahn hat zusätzliche  Lastwagen in die Region gebracht. Verstärkt wird dies durch die Lkw-Maut und den dadurch ausgelösten Ausweichverkehr (sinnigerweise kommt die A81-Mautbrücke in Richtung Stuttgart erst nach der Anschlussstelle Ilsfeld !). Nur wenige der großen Lkws, die durch Beilstein fahren, haben in Beilstein auch ihre Abladestelle.
Ziel muss daher sein, Durchfahrtsbeschränkungen zu erwirken. Das Beispiel anderer Gemeinden zeigt jedoch, dass es viel Mühe braucht, bis die zuständigen Straßenverkehrsbehörden die entsprechenden Verfügungen erlassen. Als rechtliche Begründung könnten vermutlich nur das Immissionschutzgesetz (Stichwort Feinstaub), eine grundsätzliche Gefahr wie etwa durch eine Gefällstrecke ( trifft in Beilstein nicht zu) oder  die Beeinträchtigung von Schulen oder Kindertagesstätten herangezogen werden.  Natürlich müsste es Ausnahmen geben und sollte ein Durchfahrtsverbot den örtlich ansässigen und im Ort benötigten Schwerlastverkehr nicht behindern. Auch die Frage der Autobahnumleitung im Notfall ist zu klären.

Die bekanntermaßen große Vielfalt an Verkehrszeichen sollte es aber möglich machen, allen Anforderungen gerecht zu werden.

Wenn es auch am Beilsteiner Ortseingang knapp hergeht: für das runde Schild mit rotem Rand und Lkw-Symbol plus ein paar Ergänzungen wäre noch Platz.
 

Dr. Dietmar Rupp

Freie Wählervereinigung Beilsteiner Bürgerinnen und Bürger

info@beilstein-fwv.de

 

www.beilstein-fwv.de 

 


 

In der Mitte von Beilstein  -  inmitten der Teilorte

Unsere Teilorte gehören nicht nur zu Beilstein, sie prägen unsere Stadt und machen sie zu einer der waldreichsten Gemeinden.

Die Teilorte erweitern die Markungsfläche Beilsteins weit in den Naturpark „Schwäbisch-Fränkischer-Wald“ mit seinen vielfältigen Erholungsmöglichkeiten. Ein sehr gutes Beispiel,  Stärken und den Reiz unserer Teilorte darzustellen, war in diesem Frühjahr der Naturparktag, der viele Besucher aus nah und fern ins Schmidbachtal gelockt hat. Vereine und Privatpersonen stellten mit tatkräftiger Unterstützung der Verwaltung ein Programm zusammen, welches anschaulich die Vielfalt der Teilorte und deren Landschaft in allen möglichen Farben und Facetten zeigte. 

Natürlich geht der Strukturwandel, vor allem in der Landwirtschaft, auch an uns nicht vorbei. So werden viele landwirtschaftliche Flächen und somit unsere Kulturlandschaft nicht mehr, wie über viele Generationen hinweg, von Einheimischen im Vollerwerb und später im Nebenerwerb bearbeitet. Immer mehr Flächen werden zusammengelegt und von auswärtigen, größeren Betrieben bewirtschaftet. Das hat natürlich auch Auswirkungen auf unsere kleingliedrige Flächenstruktur.

Die Einwohnerstruktur in den Teilorten ist sehr gut, da viele jüngere Mitbürger die ruhigeren in der Natur eingebundenen Wohnlagen zu schätzen wissen. Bevölkerungsschichten, welche nicht in Ballungsgebieten wohnen wollen, zieht es zu uns aufs Land.

Doch die Bedürfnisse an einen Wohnort sind heute komplexer als vor Jahren. So gehört eine gute Internetverbindung mittlerweile zu den wichtigen Standortsfaktoren für die Wohnqualität. Daher ist es ein großes Anliegen der Stadtverwaltung und des Gemeinderates, hierfür schnellstmöglich Lösungen zu finden. Schon vor Jahren wurden Geldmittel im Haushaltsplan der Stadt dafür reserviert. Allerdings ist eine Umsetzung nur mit überregionalen Partnern zu leisten. Zum Glück hat nun auch die Landespolitik dies zu einem Schwerpunktthema erhoben. So können wir vielleicht in näherer Zukunft auf Verbesserungen hoffen.

Eine bauliche Entwicklung in den Ortskernen anzustoßen wird eine weitere Herausforderung der Zukunft werden, weil ein Bauantrag auf der freien Wiese und am Ortsrand meist durch die Landschaftsschutzgebiete  nicht genehmigungsfähig ist. So gilt hier: Innen- vor Außenentwicklung! Hierfür müssen vor allem Besitzer von möglichen Entwicklungsflächen in den Ortslagen gewonnen werden, ihre Grundstücke für eine zukunftsgerichtete Entwicklung zur Verfügung zu stellen. Denn nur mit Zusammenarbeit und weitreichenden Konzepten werden die Teilorte langfristig als Wohnorte für Anwohner und Neubürger lebenswert bleiben.

Der Erhalt der Infrastruktur wird uns durch die weitläufige und große Markungsfläche noch viel Kopfzerbrechen und Anstrengung kosten.

Beispiele sind:

-          Erhalt des Feldwegenetzes

-          Sicherung unserer Wasserversorgung durch eigene Quellen

-          Erhalt von Begegnungsstätten, wie die Keltern in Billensbach und Etzlenswenden.

-          Ausbau und Erhalt der Friedhöfe in den Weilern.

-          Sicherung und bei Bedarf Anpassung des öffentlichen Nahverkehrs für Schüler  und ältere Bürger.  Hier ist angedacht: Einrichtung eines Berg- und Tal- Busses zum Einkaufen, für einen Arztbesuch usw.

Sie sehen, in der Mitte von Beilstein und bis zur Mitte der Legislaturperiode des Gemeinderates wurde viel getan, und gibt es noch zahlreiche Baustellen. Bringen auch Sie sich als Bürgerinnen und Bürger mit ein, reden Sie mit Ihren Vertreterinnen und Vertretern. Schnell vergeht die Zeit und es werden neue Gemeinderatskandidaten gesucht. Wollen Sie sich hier mit einbringen, sprechen Sie uns gerne an, denn vor allem Bürger aus den Weilern vertreten hautnah und glaubwürdig deren Belange. 

Mit Liebe und Leidenschaft aus den Teilorten und für diese werden sich die Weiler Beilsteins weiter als Schmuckstücke im Oberen Bottwartal  erhalten und entwickeln können.

Bernd Gemmrich

 

Email: info@beilstein-fwv.de  Homepage: www.beilstein-fwv.de


 

In der Mitte - Mitten in Beilstein

Versorgung und Integration von Flüchtlingen in Beilstein

 

Am Dienstag den 08. November 2016 haben die Herren Schweinbenz und Budde, stellvertretend für über 50 aktive Bürger aus dem Beilsteiner Freundeskreis Asyl, Ihre Arbeit und Ihre Anliegen für die Versorgung und Integration der Flüchtlinge in Beilstein im Gemeinderat vorgestellt und für weitere Unterstützung geworben.

Der Freundeskreis hat sich für die zahlreichen Aufgaben zur Versorgung und Integration von Flüchtlingen in fünf Arbeitsbereichen organisiert:

(1) Integration - Formalitäten, Arbeit und Wohnung

(2) Fortbildung durch Deutschkurse

(3) Betreuung von Kindern und Jugendlichen

(4) Kommunikation durch Treffen und Veranstaltungen und mit dem Rathaus und LRA

(5) Spenden - Kleider, Möbel und Fahrräder.

Alteingessene wie auch viele „reig`schmeckte“ Bürger praktizieren mit dem Freundeskreis erfolgreich eine lebendige und offene Gemeinschaft - ein aktives und sinnvolles Miteinander aus der Mitte von Beilstein für und mit den Flüchtlingen, den Bürgern und der Stadt.

Viele Aufgaben konnten aufgenommen werden. Flüchtlingen konnte eine - zumindest vorläufige - neue Heimat und ein erster Zufluchtsort gegeben werden. Ängste und Sorgen bei den Flüchtlingen, Bürgern und der Stadt konnten dadurch aufgefangen bzw. abgebaut werden. Und sehr viele erfüllende Begegnungen haben stattgefunden.

Der Arbeit des Freundeskreises sind aber auch, wie zu hören war, Grenzen gesetzt – z. B. durch die geltenden Gesetze über den Aufenthaltsort der Flüchtlinge oder die Tatsache, dass es zu wenig Wohnraum und kaum Arbeitsangebote gibt, die die weitere Integration erleichtern können.

Der Freundeskreis hat dazu aufgerufen, unsere Möglichkeiten und Kontakte für Flüchtlinge und deren weitere Integration im Ort zu nutzen, damit sie bei uns bleiben können und nicht neuen Ankömmlingen weichen müssen und die Integrationsarbeit von Neuem beginnen muss. Gerade Arbeit in örtlichen Betrieben mit deutschsprachigen Kollegen ist wichtig für nachhaltige Spracherfolge, ein Zugehörigkeitsgefühl, die Integration der Flüchtlinge und deren Verbundenheit mit Beilstein.

Wir haben größten Respekt vor dem herausragenden ehrenamtlichen Engagement der aktiven Bürger im Freundeskreis. Diese Arbeit verdient unsere Dankbarkeit und bestmögliche Unterstützung: Bitte wenden Sie sich an den Beilsteiner Freundeskreis Asyl, wenn Sie verfügbaren Wohnraum oder Arbeit in Ihrem Gewerbe- oder Landwirtschaftsbetrieb haben.

Die Wirklichkeit hat uns letztes Jahr mit großen Flüchtlingsströmen und der großen Not der Flüchtlinge eingeholt und verlangt von uns Großes ab. Dies gilt auch für die Stadt und die Verwaltungsarbeit, die hierzu im Rahmen der Möglichkeiten einen hervorragenden Beitrag leistet.

Ich bin mir sicher, dass uns die Aufgaben und Anforderungen für eine erfolgreiche Integration auch die zweite Hälfte unserer Amtszeit als Stadträte begleiten wird und dieses Thema neben den weiteren Aufgaben unserer Aufmerksamkeit bedarf.

 

Dominik Görtz

Freie Wählervereinigung Beilsteiner Bürgerinnen und Bürger mit Teilorten

 


  

In der Mitte- Halbzeitbilanz der Arbeit im Gemeinderat 

 

Was wurde erreicht? Zunächst fällt einem da ein Großprojekt ein. 

Offensichtlich und in aller Munde ist der Neubau des Kinderhauses im Birkenweg. Jeder interessierte Bürger kann den Fortschritt täglich beobachten. Es ist geplant, dass der Betrieb in Laufe des Frühjahres aufgenommen wird. Alle- das Erzieherinnenteam wie auch die Eltern sind schon sehr gespannt, wie die Umsetzung im Einzelnen laufen wird und arbeiten mit Hochdruck daran. Bei der Inbetriebnahme wird die Betreuungssituation auch in den anderen Standorten unserer Kinderbetreuungseinrichtungen verändert. Der Neubau ist wichtig und richtig. Gesetzliche Vorgaben durch das Land wie auch die bauliche Situation in den seitherigen Einrichtungen- vor allem in der Gartenstraße/ Birkenweg- machten diese Entscheidung nötig. Die Kosten des Neubaus dürfen nicht darüber hinweg täuschen, dass der künftige Betrieb der eigentliche langfristige Kostenfaktor für unseren Stadtsäckel ist. Eine heute funktionierende und qualitativ hochwertige Kinderbetreuung ist einer der wichtigen Standortfaktoren für eine Wohnstadt wie Beilstein.

Das Kinderhaus ist bei Weitem nicht das Einzige, was sich in diesem Bereich unserer Stadt getan hat. Durch den vor einigen Jahren in der Nachbarschaft neu gebauten Discounter ALDI wurde eine Ansiedlung des Vollsortimenters REWE befördert, da beide Marktvarianten sich gegenseitig befruchten. Der Neubau des Kinderhauses war vielleicht auch noch ein Argument für eine weitere Neuansiedlung eines Vollsortimenters. Nun können Beilsteiner und Kunden aus dem Umfeld aus einem reichhaltigen Angebot wählen. Auch dies macht unsere Stadt attraktiver, wenn gleich es auch Einfluss auf den übrigen Einzelhandel im Stadtzentrum hat. 

Eine weitere Auswirkung ist die Entwicklung des Verkehres in diesem Bereich. Durch die sowieso schon stark belastete Hauptstraße und Oberstenfelder Straße ist die Situation durch die oben genannten Entwicklungen in Bereich Forstbergweg/ Heerweg sicher noch schwieriger geworden. Entlastung soll die kürzliche Entscheidung des Gemeinderates zu einem Vollanschluss des Heerweges und der Talstraße bringen. Wahrscheinlich wird auch eine zusätzliche Lichtzeichenanlage an der Kreuzung Forstbergweg/ Oberstenfelder Straße längerfristig nötig sein. Bei diesen Entscheidungen sind wir aber auf das Wohlwollen des Landes und des Kreises angewiesen, die teilweise Besitzer oder Genehmigungsbehörden des betroffenen Bereiches sind. Als Verbesserung für die Fußgänger und Radfahrer hat der Gemeinderat in der letzten Sitzung den Bau eines Rad-/ Fußweges zwischen den beiden Lebensmittelmärkten entlang des Söhlbaches beschlossen.

Als nächstes stellt sich die Frage einer Bebauung des alten Areales der Kindergärten Birkenweg und Gartenstraße. Bei diesem zentrumsnahen und attraktiven Standort ist eine gute Entscheidung unter Abwägung möglichst vieler Interessen vorzunehmen. Erste Sondierungen erfolgten bereits kürzlich im Gemeinderat. Zunächst soll in viele Richtungen gedacht werden. Varianten zwischen z. B. einem Ärztehaus, altersgerechtem, generationsübergreifendem oder auch betreutem Wohnen müssen geprüft und abgewogen werden.

Bei den genannten Punkten sieht man, vieles hat sich bewegt. Aber es bewegt uns weiter. Anregungen und Kritik sind wichtig und helfen, bestmögliche Lösungen für unsere Stadt zu finden. Helfen Sie auch weiterhin mit, unterstützen Sie die Arbeit des Gemeinderates mit Ihren Ideen.

In den nächsten Ausgaben werden wir weitere Themen zur Halbzeitbilanz aufgreifen.

Oliver Muth

Email: info@beilstein-fwv.de  Homepage: www.beilstein-fwv.de