Die Freie Wählervereinigung zeigt sich von der Ankündigung der Bürgermeisterin, Frau Schoenfeld, ihr Amt vorzeitig niederzulegen, überrascht. Frau Schoenfeld hat mitgeteilt, dass sie ihre Tätigkeit als Bürgermeisterin aus persönlichen Gründen zum 31.01.2027 beenden wird – und damit rund zwei Jahre vor dem regulären Ende ihrer Amtszeit.
Wir respektieren diese persönliche Entscheidung und danken Frau Schoenfeld ausdrücklich dafür, dass sie den Schritt frühzeitig bekannt gegeben hat. Die gewählte Zeitschiene ermöglicht eine geordnete Übergabe an eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger und schafft die Voraussetzungen für einen strukturierten und planbaren Übergang.
Die politischen Auffassungen der Freien Wählervereinigung und von Frau Schoenfeld lagen in zentralen Fragen der Stadtentwicklung häufig auseinander. Gleichwohl ist es in vielen Fällen gelungen, Kompromisse zu finden und wichtige Entscheidungen für Beilstein auf den Weg zu bringen.
Mit dem Beschluss des Haushalts 2026 in der vergangenen Gemeinderatssitzung wurden die finanziellen Grundlagen für die kommenden Monate geschaffen. Aufgrund der späten Einbringung wurde der Haushalt von allen Beteiligten bewusst schlank ausgestaltet, um der Stadtverwaltung einen realistischen und verlässlichen Handlungsrahmen zu geben.
Zugleich befinden sich zahlreiche wichtige Projekte bereits in der Umsetzung oder stehen kurz vor ihrem Abschluss. Dazu zählen das Seniorenheim im Neubaugebiet, das Interimsrathaus im Raumeier-Areal sowie die nahezu abgeschlossene Sanierung des Gymnasiums. Andere Vorhaben bieten der künftigen Bürgermeisterin oder dem künftigen Bürgermeister bewusst Gestaltungsspielraum. Hierzu gehören insbesondere der geplante Umbau des ehemaligen Haus Ahorn für die Nutzung durch Grundschule, Kinderbetreuung und Kernzeitbetreuung sowie Räume für Vereine und Veranstaltungen.
Auch das Raumeier-Areal bietet erhebliches Entwicklungspotenzial. Derzeit werden dort zusätzliche Kapazitäten für Kindergartengruppen mit naturnaher Pädagogik geschaffen. Darüber hinaus stehen mit der mittel- und langfristigen Finanzplanung richtungsweisende Entscheidungen für die zukünftige Stadtentwicklung an.
Der Gemeinderat ist nun gefordert, die anstehenden Aufgaben entschlossen und verantwortungsvoll anzugehen. Für mögliche Kandidatinnen und Kandidaten für das Bürgermeisteramt bietet die derzeitige Situation gleichermaßen attraktive Gestaltungsmöglichkeiten wie anspruchsvolle finanzielle Herausforderungen.
Unser Anspruch bleibt dabei unverändert: Nicht abwarten, sondern anpacken.
Nico Remmele, Benjamin Frank, Stefan Kleinbach, Matthias Bernet und Yannik Rampmaier
Nichts ist so beständig wie der Wandel
Nach einem Jahr engagierter Arbeit im Gemeinderat heißt es für mich nun Abschied nehmen. Beruflich werde ich mich verändern und
